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Ich muss schon sagen, das Burger King Personal war mir schon immer etwas suspekt… Heute waren Kristin, Fabian und ich gleich zweimal in - sagen wir - drei Stunden beim Big King. Natürlich muss das arme Personal dort gefühlte 25 Stunden am Tag arbeiten, und so bediente uns auch zwei mal der selbe Typ.

Beim ersten mal mussten wir extrem lange warten, bekame dafür aber ausnahmsweise mal das, was wir wirklich auch bestellt hatten. Das sah beim zweiten mal dann schon ganz anders aus. Der Typ war anscheinend völlig entnervt: Der King Sundae hieß bei ihm plötzlich McSundae! Und das bei Burger King! Zum Glück ist ihm diese peinliche Verwechslung danach noch aufgefallen. Auf den Menüschildern im Drive-In, jaaa DRIVE IN und nicht etwa McDrive oder so, war bei den Getränken neben der normalen Coke und Coke light auch ein Symbol für Coke Zero. Als Fabian dann eine Coke Zero haben wollte, guckte uns der arme Kassierer, der nebenbei auch noch Koch und Entertainer bei Burger King zu sein scheint, völlig verdottert an. Coke Zero gab es seiner Meinung nach bei Burger King nicht. Auch auf Nachfrage bei der charmanten, aber leider völlig planlosen Mitarbeiterin, stellte sich heraus: bei Burger King gibt es gar keine Coke Zero!

Nun ja, das konnte man ja dann doch noch verschmerzen. Dreist ist dann aber, dass der Typ alle drei Minuten aus seinem Drive-In-Fenster hinausgriff, um auf einen Knopf zu drücken. Dieser Knopf bewirkt, dass die Drive-In-Uhr, die immer brav mitrechnet, wie lange die Kunden warten, wieder auf Null gesetzt wird! So muss man bei Burger King immer ewig warten, aber das Personal wird nicht belangt…

Tja, bei Burger King geht’s halt - anders als bei der hier namentlich nicht erwähnten Konkurrenz - immer drunter und drüber. Und so wundert es mich auch gar nicht, dass sich das Gerücht hartnäckig hält, Burger King würde in Stendal demnächst schließen um für Pizza Hut Platz zu machen.

Gute Tat des Tages

Erfolgreich die Jugendzeitschrift der Linksjugend ['solid] aus den Aufenthaltsräumen meiner Schule entfernt. Muss schon sagen, Mühe geben die sich ja. Rein optisch sah’s gar nicht übel aus, aber der Inhalt war doch eher bedenklich. Linke Propaganda halt. Raus aus Afghanistan hier, Europas angebliche Aufrüstung durch den neuen EU-Vertrag da… Soll ja Leute geben, die deren Mist tatsächlich glauben. So einfach wollte ich’s den Linken nicht machen. Jetzt liegt alles zerissen im Mülleimer. Dazu muss man noch erwähnen, dass die Schule eine politische Grauzone ist. Niemand darf dort ohne Weiteres einfach Werbung machen, schon gar nicht Parteien. Können wir ja gleich die NPD dazu auffordern, bei uns ihre scheiß Schulhof-CDs zu verteilen. Naja, hab selbst auch im OB-Wahlkampf den einen oder anderen Kugelschreiber unter die Schüler und Lehrer gebracht. Rechtfertigung? Das waren nur Notizblöcke und Kugelschreiber mit dem Namen des OB-Kandidaten meiner Partei, keine politisch bedenklichen Hetzschriften. Im Sekretariat war man auch nicht gerade amused über den unangekündigten Zuwachs an ausgelegten Zeitschriften in unseren Aufenthaltsräumen, und so sorgte der Hausmeister für die ordnungsgemäße Vernichtung des Propagandamaterials…



Es zeichnete sich bereits im Voraus ab, aber mit solch einer desaströsen Wahlniederlage hatte wohl niemand in England und Wales gerechnet: Labour verlor bei den gestrigen Kommunalwahlen in 159 englischen und walisischen Städten und Gemeinden mehr als 330 Mandate, die Torries gewannen hingegen 250 Mandate hinzu. Der Super-GAU war dann heute Morgen perfekt, als klar wurde, dass Labour auch das mehr symbolische als wichtige Amt des Mayor of London an die Konservativen abgeben müsse. Ken Livingstone unterlag klar mit 1,03 Millionen Stimmen dem (leicht) exzentrischen Torry Boris Johnson, der insgesamt 1,17 Millionen stimmen auf sich ziehen konnte.

Was ist nur los mit der britischen Sozialdemokratie? Muss man Angst haben, dass Labour im britischen Zwei-Parteiensystem für die Liberaldemokraten Platz machen muss und auf den 3. Rang abrutscht? Gordon Browns Umfragewerte sehen ebenfalls alles andere als rosig aus. Aber im Gegensatz zu hiesigen sozialdemokratischen Parteichefs erkennt er wenigstens den Ernst der Lage: “It’s clear to me that this has been a bad night for Labour. We have lessons to learn and then we will move forward. My job is to listen and to lead and that is what I will do.” Hoffen wir’s…



Im Berliner Regierungsviertel lässt sich Politik hautnah erleben - so hautnah, dass man gerne auch mal Jürgen Trittin bei Starbucks im Berliner Hauptbahnhof trifft. Geladen hatte die SPD-Bundestagsfraktion zu den Jugendpressetagen in Berlin. Dem Aufruf folgten insgesamt 96 junge Medienmacher im Alter von 16 bis 23 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet.


Dabei war das mediale Herkunftsspektrum sehr groß: es reichte vom klassischen Bereich der Schüler- und Studentenzeitungen, über Schülerwebsites bis hin zu Internetradiostationen und privaten Weblogs, während einige schlichtweg aus politischem Interesse dabei waren. Ich persönlich wurde durch meine Aktivität bei den Stendaler Jusos darauf aufmerksam, denn auch der altmärkische SPD-Bundestagsabgeordnete Marko Mühlstein hatte zu den Jugendpressetagen eingeladen. Von Mittwoch dem 23. April bis Freitag dem 25. April hatten wir ein prall gefülltes Programm zu absolvieren. Begrüßt wurden wir beim Mittagessen im Bedienrestaurant des Jakob-Kaiser-Hauses durch den SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Dr. Peter Struck, der uns den wertvollen Hinweis gab, wir sollten uns einmischen und nicht nur die „alten Säcke“ Politik machen lassen. Für den Nachmittag war dann ursprünglich eine Pressekonferenz mit dem Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier geplant. Wie uns aber die parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, Petra Ernstberger, berichtete, hatte man „die Stones“ austauschen müssen – geplant war nun eine einstündige Pressekonferenz mit Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und dem stellvertretenden Regierungssprecher Dr. Thomas Steg. Das Lesen fortsetzen »

Im Rahmen der diesjährigen Jugendpressetage der SPD-Bundestagsfraktion vom 23. bis zum 25. April werde ich nächste Woche die (einmalige) Gelegenheit haben, ins Gespräch mit führenden SPD-Politikern zu kommen.

Näheres zum Ablauf:
Die Begrüßung halten Dr. Peter Struck (MdB, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und ehemaliger Bundesverteidigungsminister) und Pertra Ernstberger (Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion). Es wird eine Pressekonferenz mit Frank-Walter Steinmeier (Vizekanzler & Bundesaußenminister) in den Räumen der Bundespressekonferenz geben, Gespräche mit der Presseabteilung des SPD-Parteivorstands und mit Berliner Journalisten im Fraktionssaal der SPD-Bundestagsfraktion. Desweiteren wird es 4 verschiedene Diskussionrunden geben:

 ”Gute Arbeit für die Generation Praktikum”
 - mit Andrea Nahles (MdB, arbeits- und sozialpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, stellv. SPD-Parteivorsitzende und Sprecherin der Parteilinken in der SPD)

“Integrationspolitik für jugendliche Ausländer”
 - mit Rüdiger Veit (MdB, Sprcher der Arbeitsgruppe Migration und Integration der SPD Bundestagsfraktion)

“BaföG und Ausbildung”
 - mit Jörg Tauss (MdB, Sprecher der Arbeitsgruppe Bilung und Forschung der SPD-Bundestagsfraktion) und 

“Klimawandel - Ursachen, Auswirkungen, Auswege”
 - mit Frank Schwabe (MdB, klimaschutzpolitischer Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion)

All dies bietet mir natürlich eine wunderbare Gelegenheit, brennende Fragen loszuwerden. Falls ihr also irgendetwas von den oben genannten Politikern wissen wollt oder einfach nur Fragen zu o.g. Themen habt, dann stellt eure Fragen hier bis Dienstag als Kommentar! (@Pauli: Von dir lieber KEINE Fragen an Andrea Nahles ;-) )



Dieses Foto hat, zu Unrecht wie ich finde, heute die Gemüter der Deutschen erhitzt. Irgendwie ist es doch verkehrte Welt: Auf dem Schulhof laufen teils 12-jährige Mädchen wie Nutten an der deutsch-tschechischen Grenze rum, da sagt niemand etwas dagegen, aber wenn die Bundeskanzlerin bei einer Operneröfnung in Oslo endlich auch mal mehr ihre weiblichen Konturen betont, dann geht das natürlich “mal garnich, ey!” Angela Merkel, hate her or love her, aber das war mutig und elegant, das hätte ihr wohl niemand zugetraut.



Die Große Koalition versucht ja nun schon seit Monaten vergeblich, den Börsengang der Deutschen Bahn voranzubringen. Kurt Beck hat - wahrscheinlich in seiner für ihn typisch dilettanten Vorschnelligkeit - das Thema Bahnverkauf zur Chefsache in der SPD erklärt. Er will mittlerweile ‘nur’ noch den Fernverkehr an die Börse bringen, Nahverkehr und Streckennetz sollen weiterhin Eigentum der Bundesrepublik bleiben. Im letzten Jahr wurde seitens der SPD auf dem Hamburger Parteitag aber etwas ganz anderes beschlossen: entweder man bringt den Schienenverkehr an die Börse, das aber nur unter der Bedingung, dass Aktien in Form der sogenannten “Volksaktien” nur in kleinen Stückzahlen an Privatleute veräußert werden, oder das ganze Projekt der Bahnprivatisierung scheitert.



Natürlich sind beide Vorschläge mit der privatisierungsgeilen CDU/CSU nicht zu machen. Dort fordert man weiterhin den Börsengang des gesamten Personen- und Güterverkehrs, sicherlich fragt man sich auch hinter vorgehaltener Hand, warum denn nun nicht auch das Schienennetz veräußert werden soll. Überhaupt die ganze Idee, dass man jetzt die Bahn unbedingt verkaufen muss, nur um kurzfristig Geld in den maroden Staatshaushalt zu bringen, ist doch aberwitzig, dreist und anmaßend!

Die Deutsche Bahn ist, genau wie es die Deutsche Post und die Deutsche Telekom einst waren, Staatseigentum. Genau hier liegt das Problem. Ich glaube viele Menschen in diesem Land verstehen nicht, was Staatseigentum eigentlich bedeutet. Viele sprechen immer von “denen da oben” wenn sie den Staat meinen - der Staat ist also für sie etwas völlig Unnahbares, Abstraktes. Ich, Sie/Du, der Nachbar, der Polizist, der Politiker, ja sogar der böse Manager sind aber der Staat! “Wir sind Staat” könnte man vereinfacht sagen. Dabei ist es völlig irrelevant, wie mächtig wir sind oder wie viel Geld wir haben, es zählt nur unsere Staatsbürgerschaft.

Aus dieser banalen Erkenntnis ergibt sich nun Problem Nummer zwei: Wenn wir der Staat sind, dann gehört uns doch auch sämtliches Staatseigentum?! Richtig! 1/82.258.000 Teil allen Staatseigentums gehört mir. Wenn nun pfiffige CDU-Politiker entscheiden - und mal so ganz nebenbei völlig außer Acht lassen, dass Privatisierungen von öffentlichen Zuggesellschaften schon in ganz anderen Ländern zu Problemen geführt haben - dann nehmen sie sich damit etwas heraus, was ihnen gar nicht zusteht! Ich habe ihnen jedenfalls nicht mein OK dafür gegeben, dass sie meinen Teil der Bahn einfach so verscheuern dürfen! Meines Erachtens nach kennt das deutsche Gesetz für den Verkauf von unrechtmäßig in Besitz genommer Ware nur einen Begriff, den der Hehlerei!



Ruben sagt: Alt-Bundespräsident Roman Herzog warnt vor einer Rentnerrepublik. Die Politik nehme überproportional Rücksicht auf die anwachsende Menge an Rentnern. Gegenüber der Bild sagte Herzog: „Ich fürchte, wir sehen gerade die Vorboten einer Rentnerdemokratie.“ Recht hat der Mann! Es dauerte bei dieser empörenden Aussage des ehemaligen Staatsoberhaupts natürlich auch nicht lange, bis sich großer Unmut darüber breit machte. Doch wer jetzt gegen Herzogs These poltert, verkennt die Realitäten. Wir geben jetzt schon Unmengen an Geldern dafür aus, die maroden staatlichen Rentensysteme aufrecht zu erhalten.

Niemand will den alten Leuten ihr jahrzehntelang eingezahltes Geld wegnehmen, aber wie lange können wir diesen bisher integralen Bestandteil deutscher Sozialpolitik noch in dieser Form aufrecht erhalten? Bereits heute ist man als Noch-nicht-Rentner gut beraten, privat vorzusorgen. Der Gesellschaftsvertrag ist längst aus den Fugen geraten, sein Scheitern kann man deutlich vorhersehen. Ich denke, meine Generation wird nicht mehr in den Genuss einer staatlichen Altersvorsorge kommen. Und hier noch was ganz Radikales: Ich finde nicht, dass es Aufgabe des Staates ist, den Menschen eine staatliche Rente, gedeckt durch eine verpflichtende Einzahlung in die Rentenkassen, zu bieten. Das bisherige Rentenmodell ist meiner Meinung nach ein sozialsolidarromantisches Auslaufmodell.

Ruben sagt: Bundespräsident Horst Köhler erwägt anscheinend eine zweite Amtszeit. Sein Hauptkriterium dafür ist wohl eine ihm gegenüber überparteiliche Unterstützung. Diese bekommt er von Seiten der CDU/CSU und der FDP, aber auch von meiner Partei. Das kann ich nur begrüßen. Köhler hat seine Arbeit kritischer als jeder andere Bundespräsident vor ihm erledigt, er ist in der Bevölkerung äußerst beliebt. Der SPD mangelt es sowieso an einer plausiblen Alternative, ein Gegenkandidat würde ohne Zweifel als Symbol für einen erwünschten Machtwechsel hin zu rot-rot-grün stehen. Das will man in der SPD natürlich vermeiden, außerdem fehlt es dafür an einer nötigen Mehrheit in der Bundesversammlung.

Tonsillitis, die zweite…

Hier nochmal aus aktuellem Anlass ein Bild aus meinem am zweitmeisten besuchten Post:

Tonsillitis

Bilder sagen mehr als tausend Worte…

Mehr dazu bei Spiegel Online, Foto: Reuters

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